Foto: Andrew Otto
Die liturgischen Dienste des Altstadtpfarrverbandes und interessierte Gläubige darüber hinaus trafen sich auf Einladung von Andrew Otto und Pfarrer Dr. Michael Bär zu einem Fortbildungsnachmittag und gingen der Frage nach, wie die Inhalte der Heiligen Schrift verstanden werden können. Angeleitet wurde die Gruppe von Dr. Florian Salzberger, der an der Universität Passau im Bereich der Inklusion arbeitet.
Dr. Salzberger, selbst Lektor und Kommunionhelfer in Sankt Paul, stellte den französischen Philosophen Paul Ricoeur (1913 – 2005) vor und dessen Studien zum Verständnis der Bibel. Ricoeur, bedeutender Vertreter der Phänomenologie war ein geerdeter Christ und unterhielt zeitlebens eine intensive Beziehung zum ökumenischen Zentrum in Taizè.
Nach einer stärkenden Kaffeepause, die von Annette Ammerl und Gerlinde Schwitalla bestens vorbereitet war, wurde in Kleingruppen der Frage nachgegangen, welche Bibelstelle mich in entscheidenden Wegstrecken meines Lebens begleitet hat, wo ich sozusagen selber Teil einer biblischen Erzählung geworden bin. So berichtete beispielsweise ein Teilnehmer, dass ihn die Geschichte der Hochzeit zu Kana stets aufgerichtet habe, wenn bei der Organisation von Veranstaltungen etwas schiefgelaufen, also „der Wein ausgegangen sei“; denn es habe sich stets eine Lösung gefunden, wenn man sich vertrauensvoll „an den Herrn wende“.
Pfarrer Dr. Michael Bär hatte den Fastenhirtenbrief von Bischof Dr. Stefan Oster mitgebracht. Dieser beschäftigt sich ebenfalls mit der Bibellektüre, die der Bischof gerade jetzt für die Fastenzeit empfahl. Es gelte, die Schrift als „Lebensmittel für die Seele“, ja als „persönlichen Liebesbrief an mich“ zu entdecken. Derartige Erfahrungen hatten einige der Teilnehmer bereits gemacht und sich an diesem wertvollen Nachmittag darüber ausgetauscht.
Text: Michael Bär



