Foto: Dr. Michael Bär
Traditionell am Christkönigssonntag gedenkt die Polizeifamilie ihrer im zurückliegenden Jahr verstorbenen Angehörigen. Angeführt wurden die anwesenden Uniformierten vom Leiter der Polizeiinspektion Passau, Herrn Polizeidirektor Christian Dichtl und seinem Stellvertreter Polizeirat Moritz Lehner.
Die große Gottesdienstgemeinde von Sankt Paul betete für achtzehn verstorbene Männer und Frauen aus dem Bereich der früheren Polizeidirektion Passau und entzündete jeweils eine Kerze für sie.
Pfarrer Dr. Michael Bär, Polizeiseelsorger im Bistum Passau und dabei unterstützt von Polizeidiakon Paul Schmidt, bedankte sich bei den Polizistinnen und Polizisten für die Sorge um die öffentliche Sicherheit. Besonders betonte er deren Einsatz für die Stärkung der Demokratie.
Bär ging in seiner Predigt auf demokratische Gremien in der katholischen Kirche ein, gewählte Räte und Verwaltungen, die im Bereich der Finanzen und der Seelsorge beraten und mitentscheiden. Spannend werde nun die Einsetzung einer Synodalkonferenz, die aus dem mehrjährigen Prozess des Synodalen Wegs der katholischen Kirche Deutschlands hervorgehen solle. Doch dazu brauche es letztlich die Zustimmung des Vatikans im Rahmen des Kirchenrechts.
Der Gottesdienst in Sankt Paul zeigte auf, dass Kirche nicht allein auf Kleriker zugeschnitten sein kann. Viele Laien gestalten mit: Der Polizeichor aus Pfarrkirchen unter der Leitung von Johannes Schimpfhauser sang Stücke aus der Bauernmesse, liturgische Dienste waren im Einsatz, darunter vier neue Mini-Ministranten, die mit viel Begeisterung bei der Sache waren.
Wie es sich in kirchlicher Tradition gehört, bildete ein Frühschoppen im Gasthaus zum Bayerischen Löwen den Ausklang dieses feierlichen Christkönigssonntags.
Text und Foto: Dr. Michael Bär



