Foto: Dr. Roland Feucht
Erneut waren die Mitglieder von „Jung und Alt“ zu Gast im Nikolakloster bei den Deutschordensschwestern. Im Mittelpunkt standen Informationen zur Klostergeschichte und ein kleiner Blick hinter die Mauern dieses ehrwürdigen Gebäudes. Dass hierfür großes Interesse besteht, zeigte die beachtliche Besucherzahl: Über 40 Personen waren der Einladung gefolgt und das Refektorium des Klosters konnte die große Anzahl gerade noch beherbergen.
Nach Kaffee und Kuchen erläuterte Schwester Mirjam anhand ausgeteilte Luftbildaufnahmen vom ehemaligen Augustiner-Chorherrnstift dessen bewegte Geschichte und was in welchen Gebäudetrakten ursprünglich beheimatet war bzw. heute noch, darunter die sog. Winter- und Sommerprälatur, die ehemalige Klostertaverne, weitere Verwaltungsräume, Klosterzellen, Gästezimmer mit prunkvoll-stuckierten Decken etc. Thema war aber auch, wie sich das Engagement der Augustiner Chorherrn und der Deutschordensschwestern – trotz unterschiedlicher Spiritualität – ergänzte und fortsetzte.
Foto: Dr. Roland Feucht
Nun konnten die Teilnehmer einen Blick in das Gästezimmer mit seinem schweren Carlone-Stuck werfen, den wunderschönen Klostergarten bewundern und der Aura des ehemaligen Kreuzganges nachspüren. Höhepunkte war der Besuch der heutigen Hauskapelle, welche ursprünglich den Augustiner-Chorherrn als Refektorium und Raum für kulturelle Veranstaltungen diente. Schwester Mirjam und Schwester Marias Regina erläuterten anhand der Stukkaturen, vor allem anhand der Instrumente aller Art, die besondere Aura dieses Ortes. Welch guter Geist vom Haus als Ganzes und dieser Hauskapelle im Besonderen ausgeht, unterstreicht die wunderschön stuckierte Pfingstdarstellung an der Decke der heutigen Hauskapelle – geschaffen von Melchior Georg Joseph Modler (um 1766).
Text: Dr. Roland Feucht



